Warum auch die schmerzhaften Gefühle ein Geschenk sind

Kennst du das Gefühl, verliebt zu sein? Für manche ist es etwas, das immer wieder geschieht. Für andere selten – und manche erleben es vielleicht nie. Ich frage mich, ob es auch damit zusammenhängt, wie sehr wir bereit sind, unsere Gefühle wirklich zuzulassen.
Viele von uns haben im Laufe ihres Lebens Verletzungen erlebt. Wir haben Vertrauen und Gefühle investiert – und wurden enttäuscht. Und so wird es schwerer, sich noch einmal zu öffnen und das Risiko einer erneuten Verletzung einzugehen.
Wenn Liebe nicht erwidert wird
Doch was passiert, wenn wir uns verlieben – und irgendwann feststellen, dass unsere Liebe nicht erwidert wird? Vielleicht schützt sich der andere selbst, vielleicht auch uns. Zurück bleibt Trauer. Plötzlich wird jeder Tag schwer, selbst die einfachsten Dinge des Alltags werden zur Herausforderung. Tränen sind Begleiter – ob heimlich oder offen.
Gefühle sind keine Gegner
Und doch frage ich mich: Warum teilen wir Gefühle so oft in „gut“ und „schlecht“ ein? Freude gilt als positiv, Trauer als negativ. Aber Gefühle sind nicht unsere Gegner. Sie sind das, was uns zutiefst menschlich macht. Sie sind es, die uns von Maschinen unterscheiden.
Die Einladung an dich
Es gibt kein Gefühl, das wertlos wäre. Jedes einzelne ist ein Geschenk. Trauer, Schmerz, Freude, Liebe – sie alle sind Teil des Lebens. Wenn du traurig bist, erlaube dir, intensiv zu weinen. Wenn du am Boden bist, erlaube dir, dort kurz zu verweilen. Und sei gleichzeitig dankbar dafür, dass du fühlen kannst.
Denn auch wenn es dir so vorkommt, als wäre gerade alles schwer: Es gab auch in deinem Leben schöne Momente. Erinnere dich an sie. An ein einziges Gefühl, das dich damals erfüllt hat. Halte es fest. Dieses Gefühl wird wiederkommen – vielleicht in anderer Form, aber es wird zurückkehren.